Cumulative Layout Shift Wie der Wert entsteht, was ihn auf großen Plattformen treibt und wie das Layout ruhig bleibt
Cumulative Layout Shift misst, wie stark sich sichtbare Inhalte ohne Zutun des Nutzers verschieben. Die Kennzahl hat keine Einheit: Sie verrechnet den Anteil der betroffenen Fläche mit der Strecke der Bewegung. Von den drei Core Web Vitals ist sie die, die am zuverlässigsten behoben werden kann, weil ihre Ursachen sichtbar und einzeln zuordenbar sind.
Schwelle: 0,1 im 75. PerzentilEigene Zahlen: Stand August 2026
Wie der Wert zustande kommt
Der Browser beobachtet, welche sichtbaren Elemente ihre Position zwischen zwei gezeichneten Bildern ändern. Für jede solche Verschiebung entsteht ein Wert aus zwei Faktoren: dem Anteil des Sichtfelds, der betroffen ist, und der Strecke, um die sich der Inhalt bewegt. Die Einzelwerte werden in Fenstern von höchstens fünf Sekunden addiert, und gewertet wird das schlechteste Fenster eines Besuchs.
Ausgenommen sind Verschiebungen kurz nach einer Eingabe. Ein aufklappendes Menü, ein geöffnetes Akkordeon oder ein nachgeladener Abschnitt nach einem Klick zählen nicht. Alles, was ohne Zutun des Nutzers passiert, zählt.
Die fünf wiederkehrenden Ursachen
- Bilder und Einbettungen ohne Abmessungen. Ohne Höhe und Breite kennt der Browser den Platzbedarf erst nach dem Laden und schiebt den Inhalt darunter nach unten.
- Nachgeladene Bereiche. Teaser, Empfehlungen und Werbeflächen, die nach dem ersten Aufbau erscheinen und keinen reservierten Platz haben.
- Einwilligungsdialoge. Ein Banner, das den Inhalt nach unten drückt, statt über ihm zu liegen, erzeugt den Wert bei jedem ersten Besuch.
- Schriften. Wechselt die Schrift nach dem Laden, ändern sich Zeilenumbrüche und damit die Position aller folgenden Elemente.
- Personalisierung. Ein Baustein, der erst im Browser gegen die zum Segment passende Variante getauscht wird, verschiebt den Inhalt darunter, sobald die Variante eine andere Höhe hat.
Was auf großen Plattformen tatsächlich passiert
Die technischen Grundlagen sind meist erledigt: Bilder tragen ihre Abmessungen, das Grundlayout steht. Der Wert entsteht dann durch das, was oben hinzukommt, und das sind auf Startseiten Kampagnenbausteine und auf allen Seiten der Einwilligungsdialog. Deshalb ist die Startseite fast immer der Seitentyp mit dem schlechtesten Wert, obwohl sie technisch am besten gepflegt ist.
Die Gegenmaßnahme ist organisatorisch, nicht technisch: Ein Kampagnenbaustein bekommt eine feste Mindesthöhe, und wer ihn einbaut, prüft sie. Ohne diese Regel kehrt der Wert nach jeder Kampagne zurück.
Maßnahmen in der Reihenfolge ihrer Wirkung
- Höhe und Breite an jedes Bild, jedes Video und jede Einbettung.
- Reservierte Flächen für alles, was nachlädt, mit fester Mindesthöhe je Baustein.
- Einwilligungsdialog über den Inhalt legen, statt ihn zu verschieben.
- Schriften mit sofort sichtbarem Text laden und die Ersatzschrift in den Maßen angleichen.
- Personalisierte Bausteine serverseitig ausspielen oder mit gleichbleibender Höhe austauschen.
Wie der Wert im Feld aussieht
83,8 Prozent der AEM-Auftritte und 85,8 Prozent der Magnolia-Auftritte liegen mobil im grünen Bereich, nur 6,0 beziehungsweise 4,7 Prozent im roten. Die Layoutstabilität ist damit der Wert, an dem die wenigsten Auftritte scheitern. Wer alle drei Kennzahlen bestehen will, holt den Rückstand deshalb bei der Ladezeit des Hauptinhalts auf, nicht hier.
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Häufige Fragen zu Cumulative Layout Shift
Wie berechnet sich Cumulative Layout Shift?
Für jede unerwartete Verschiebung multipliziert der Browser den Anteil der betroffenen Fläche mit der Strecke, um die sich der Inhalt bewegt. Die Werte werden in Zeitfenstern von höchstens fünf Sekunden zusammengefasst, gewertet wird das schlechteste Fenster. Gut ist ein Wert unter 0,1, schlecht ist alles über 0,25.
Zählt jede Verschiebung?
Nein. Verschiebungen innerhalb von 500 Millisekunden nach einer Eingabe des Nutzers gelten als erwartet und fließen nicht ein. Ein Menü, das sich nach einem Klick öffnet, ist damit unkritisch. Ein Einwilligungsbanner, das ohne Zutun erscheint und den Inhalt verschiebt, zählt dagegen voll.
Was verursacht die Werte in der Praxis?
Bilder und Einbettungen ohne reservierte Abmessungen, nachgeladene Werbung und Teaser, Einwilligungsdialoge, Schriften, die den Text nach dem Laden umbrechen, und personalisierte Bausteine, die nach dem ersten Aufbau ausgetauscht werden. Auf großen Plattformen sind es fast immer die letzten drei.
Wie gut sind die Werte im DACH-Raum?
Am besten von allen drei Kennzahlen. In der eigenen Erhebung liegen 83,8 Prozent der AEM-Auftritte und 85,8 Prozent der Magnolia-Auftritte im grünen Bereich. Der Median liegt bei 0,01 beziehungsweise 0,00.
Reicht es, Höhe und Breite an Bilder zu schreiben?
Es ist der wirksamste einzelne Schritt, aber er deckt nur einen Teil ab. Ebenso nötig sind reservierte Flächen für nachgeladene Bereiche, ein Einwilligungsdialog, der über dem Inhalt liegt statt ihn zu verschieben, und Schriften, die ohne Sprung in der Zeilenhöhe ersetzt werden.