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Core Web Vitals Benchmark für den DACH-Raum Zwei Erhebungen aus Googles Felddaten, mit offenen Datensätzen und offengelegter Methode

Wie schnell die Websites einer Branche oder eines Content-Management-Systems tatsächlich sind, steht in keiner allgemeinen Statistik. Die hier veröffentlichten Erhebungen schließen diese Lücke für zwei Enterprise-Systeme im deutschsprachigen Raum: Sie prüfen 46.394 Domains auf das eingesetzte System und werten die Core Web Vitals der gefundenen Auftritte aus den Felddaten des Chrome User Experience Report aus. Datenstand ist August 2026, Version 2026-Q3.

Erhebung vom 15. September 2026Deutschland, Österreich und die Schweiz

Zwei Benchmarks: Adobe Experience Manager und Magnolia CMS

Beide Studien folgen derselben Methode und lassen sich deshalb nebeneinander lesen. Sie unterscheiden sich in der Ausgangslage: Für Adobe Experience Manager existiert eine große Grundgesamtheit mit öffentlicher Erkennung, für Magnolia CMS gab es vor dieser Erhebung überhaupt keine Zahlen.

AEM Core Web Vitals Benchmark 2026

4.222 Auftritte auf Adobe Experience Manager im DACH-Raum, davon bestehen 49,4 Prozent alle drei Core Web Vitals auf Mobilgeräten. Ergänzt um einen eigenen Abruf, der die AEM-Generation je Auftritt bestimmt: 28,8 Prozent liefern noch über die Pfade der Generationen bis 6.3 aus, 61 Auftritte über Edge Delivery Services.

Magnolia CMS Core Web Vitals Benchmark 2026

172 nachgewiesene Magnolia-Installationen, für 148 davon liegen Nutzerdaten vor. 64,2 Prozent bestehen die Core Web Vitals auf Mobilgeräten. Magnolia taucht in keiner öffentlichen Technologie-Statistik auf, weil die verbreitete Erkennung das System nicht kennt; die Installationen wurden deshalb einzeln nachgewiesen.

Die Beratungsleistungen zu beiden Systemen stehen auf den Plattformseiten zu Adobe Experience Manager Performance und Magnolia CMS Performance.

Gemessen werden LCP, INP und CLS, nicht Punktwerte

Die Core Web Vitals sind drei Kennzahlen, die Google aus dem Verhalten echter Besucher bildet. Largest Contentful Paint misst die Ladezeit des größten sichtbaren Inhalts, Schwelle für "gut" sind 2,5 Sekunden. Interaction to Next Paint misst die Zeit zwischen einer Eingabe und der sichtbaren Reaktion, Schwelle 200 Millisekunden. Cumulative Layout Shift misst die visuelle Stabilität, Schwelle 0,1. Ein Auftritt besteht, wenn alle drei Werte im 75. Perzentil unter ihrer Schwelle liegen.

Ein Punktwert aus einem Laborwerkzeug erscheint in diesen Studien nicht. Er ist ein Momentaufnahme eines simulierten Geräts und beantwortet nicht, was Besucher erleben. Ausgewertet wird stattdessen je Metrik, wie viele Auftritte im grünen Bereich liegen, und bei den durchgefallenen, welche Metrik den Ausschlag gibt.

Felddaten aus dem Chrome User Experience Report als Quelle

Grundlage ist der Chrome User Experience Report, kurz CrUX: Google veröffentlicht darin je Origin die Messwerte echter Chrome-Nutzer der letzten 28 Tage. Diese Felddaten sind derselbe Maßstab, den Google für die Bewertung einer Website heranzieht, und sie unterscheiden sich systematisch von Labordaten aus PageSpeed Insights oder Lighthouse, die ohne Tag Manager, ohne Einwilligungsdialog und auf simulierter Hardware messen.

Zwei Folgen hat das für die Auswertung. Erstens erscheinen nur Auftritte mit ausreichend Besuchern, kleine Websites fehlen also. Zweitens wirkt jede Veränderung erst mit Verzögerung, weil das Fenster von 28 Tagen nachläuft. Für eine Bestandsaufnahme im laufenden Betrieb gehört deshalb ein Real User Monitoring daneben, das dieselben Kennzahlen tagesaktuell erhebt.

Methode: Erkennung, Abruf, Mindestgrößen

Die Erhebung läuft in drei Schritten. Zuerst wird eine Domainliste auf das eingesetzte System geprüft, für diese Ausgabe 46.394 Domains, von denen 35.964 erreichbar waren. Die Erkennung stützt sich auf Pfade und Signaturen der Auslieferung, nicht auf Selbstauskünfte. Danach werden für die gefundenen Auftritte die Felddaten je Origin abgerufen, getrennt nach Mobil und Desktop. Zuletzt werden Gruppen gebildet, nach Land und Branche, wobei Gruppen unterhalb einer Mindestgröße ausgewiesen, aber nicht interpretiert werden.

Ob eine langsame Seite am Betrieb oder am Frontend hängt, entscheidet die Aufteilung der Ladezeit: Liegt bereits die Antwortzeit des Servers über dem Grenzwert, beginnt die Arbeit im Betrieb. Diese Zuordnung ist in beiden Studien dieselbe und macht sie vergleichbar.

Was beide Erhebungen übereinstimmend zeigen

Bei den Auftritten mit zu langsamem Hauptinhalt liegt die Ursache überwiegend im Betrieb: 80,3 Prozent bei Adobe Experience Manager, 78,8 Prozent bei Magnolia CMS. Die mittlere Antwortzeit des Servers liegt bei 666 Millisekunden für AEM und 668 Millisekunden für Magnolia, ein nahezu identischer Wert für zwei verschiedene Systeme.

Der Engpass ist in beiden Fällen die Ladezeit des Hauptinhalts (LCP). Bei der Reaktionszeit auf Eingaben stehen beide Systeme gut da, 83,4 Prozent bei AEM und 91,0 Prozent bei Magnolia liegen im grünen Bereich. Das ist der Befund, der die Arbeitsreihenfolge bestimmt: Cache-Schicht und Antwortzeit zuerst, Frontend danach.

Datensätze zum Nachrechnen

Zu jeder Studie gehören die ausgewerteten Daten als JSON und als CSV, veröffentlicht unter Creative Commons Namensnennung 4.0. Damit lässt sich jede Zahl der Studien nachrechnen, und die Daten lassen sich für eigene Auswertungen weiterverwenden.

Die Quellen der Rohdaten sind der Chrome User Experience Report für die Messwerte und eine Domainliste aus öffentlich verfügbaren Ranglisten für die Auswahl der geprüften Auftritte. Die Lizenz steht bei Creative Commons.

Aktualisierung je Quartal

Beide Studien werden quartalsweise neu erhoben, die laufende Ausgabe trägt die Version 2026-Q3. Die Adressen bleiben dabei bestehen, die Zahlen werden ersetzt, und Veränderungen gegenüber der Vorausgabe werden in den Studien ausgewiesen. Wer eine bestimmte Ausgabe zitiert, nennt deshalb die Version.

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Häufige Fragen zum Core Web Vitals Benchmark

Woher stammen die Messwerte in diesen Benchmarks?

Aus dem Chrome User Experience Report. Google veröffentlicht darin je Origin die Core Web Vitals echter Chrome-Nutzer aus einem rollierenden Fenster von 28 Tagen. Ausgewertet wird das 75. Perzentil, getrennt nach Mobil und Desktop. Werte aus Laborwerkzeugen wie PageSpeed Insights oder Lighthouse gehen nicht ein, weil sie ohne Tag Manager, ohne Einwilligung und auf simulierter Hardware entstehen.

Wie wird erkannt, welches System eine Website einsetzt?

Über einen eigenen Abruf je Domain, der Pfade und Signaturen der Auslieferung auswertet, nicht über Selbstauskünfte oder fremde Technologie-Datenbanken. Für diese Ausgabe wurden 46.394 Domains geprüft, 35.964 davon waren erreichbar. Bei Magnolia CMS ist dieser Schritt die Voraussetzung der Studie überhaupt, weil die verbreitete Erkennung das System nicht kennt.

Warum bestehen so wenige Auftritte die Core Web Vitals?

Weil alle drei Werte zugleich unter ihrer Schwelle liegen müssen. Einzeln betrachtet sind die Werte deutlich besser: Bei Adobe Experience Manager liegen 80,5 Prozent bei der Ladezeit des Hauptinhalts im grünen Bereich und 83,8 Prozent bei der Layoutstabilität. Den Ausschlag gibt meist eine einzelne Metrik, und in beiden Erhebungen ist das die Ladezeit des Hauptinhalts.

Lassen sich die Zahlen mit anderen Studien vergleichen?

Nur bei gleicher Grundlage. Auswertungen unterscheiden sich in der Quelle, im Perzentil, im Gerätetyp und darin, ob sie Origins oder einzelne Seiten zählen. Diese Erhebungen weisen alle vier Punkte aus und veröffentlichen die Datensätze, sodass eine Prüfung möglich ist. Ein Vergleich mit einer Studie, die ihre Methode nicht offenlegt, führt zu nichts.

Wie oft werden die Benchmarks aktualisiert?

Quartalsweise. Die laufende Ausgabe trägt die Version 2026-Q3 mit Datenstand August 2026. Die Adressen der Studien bleiben über die Ausgaben hinweg gleich, Veränderungen gegenüber der Vorausgabe werden in den Studien ausgewiesen.